Solch eine (von Gemini erstellte) Zeitreise ins historische Weimar kann ich Ihnen nicht anbieten. Aber einige kostenlose Schritt-für Schritt-Tipps für ein Wochenende in Weimar stelle ich Ihnen gerne zur Verfügung. Abschnitt A: Anreise mit dem Auto, Abschnitt B: Anreise mit der Bahn, ggf. mit dem eigenen Fahrrad. Natürlich können Sie einzelne Aktivitäten der beiden Abschnitte nach Ihren Wünschen kombinieren.
A. Anreise mit dem Auto
Samstag
1. Ankunft am Samstag (bis ca. 10 Uhr), direkte Anfahrt der Unterkunft „Pension Lindenhof“ in Kromsdorf, Begrüßung durch Susanne Albrecht (meine Cousine), Schlüssel in Empfang nehmen.
2. Von dort Fahrt nach Tiefurt (10 min), Spaziergang durch den Schlosspark, Erholung von der Autofahrt, Schlossbesichtigung (ca. 1 Std., zentraler Handlungsort der „Witwen von Weimar“).
3. Fahrt nach Weimar (ca. 15 min), Parkhaus des Einkaufszentrums Atrium (entstand auf Basis der von Hitler geplanten Versammlungshalle für 20.000 Menschen), relativ günstige Parkgebühren, Westausgang nehmen.
4. Stadtbummel durch die Karl-Liebknecht-Straße, Schlendern über den Goetheplatz zum Theaterplatz – Fotomotiv: Goethe- und Schiller-Denkmal – durch die Schillerstraße, vorbei an Schillers Wohnhaus, am Ende der Straße links zum Markt (ca. 20 min), dort Mittagessen: Thüringer Rostbratwurst.
5. Spaziergang zum Frauenplan (7-8 min), Rast auf den schattigen Bänken. Besuch von Goethes Wohnhaus: dies ist kein Museum, man hat den Eindruck, der Hausherr sei nur einmal kurz in die Stadt gegangen, käme jeden Moment zurück (ca. 2 Stunden). Bitte beachten: Das Goethehaus soll grundsaniert werden, bitte nach den Öffnungszeiten erkundigen. Alternative: Goethemuseum, direkt nebenan.
6. Zurück zum Markt, weiter geradeaus in die Marktstraße, Abstecher zur Eckermann´schen Buchhandlung im historischen Lösch-Haus – tolles Fachwerk! (ca. 8 Minuten), Einkauf – falls nicht schon vorhanden: „Die Witwen von Weimar“ und/oder „Die Heldinnen von Weimar“.
7. Fußweg (10 min) durch die Marktstraße und die Kauftsraße durch die Jakobsvorstadt, den ältesten Teil von Weimar, zum Herderplatz. Dort Besichtigung der Herderkirche mit dem Cranach-Altar. Kleine Ruhepause auf der Kirchenbank, so wie Wilhelm im Roman „Die Witwen von Weimar“.
ALTERNATIVE: Besichtigung der Jakobskirche (Wichtiger Handlungsort im Roman „Die Heldinnen von Weimar“) mit Grabstätte der Christiane von Goethe. Kleine Ruhepause im Jakobskirchhof.
8. Wenn gewünscht Besuch bei „Seifen und Sinne“ – wohlriechende Geschenke (Barbara Prax, Geleitstr.7).
9. Gegenüber die bekannte Traditionsgaststätte „Köstritzer Schwarzbierhaus“ in schönem Fachwerkgebäude (Scherfgasse 4). Dort Abendessen mit uriger Thüringer Küche.
9. Von dort Fußweg zum Parkhaus Atrium (10 min), Rückfahrt zum Quartier nach Kromsdorf.
Sonntag
10. Frühstück in der Pension Lindenhof (ab 8 Uhr, mit Eiern von glücklichen Hühnern).
11. Spezialtipp: Um 9:30 Uhr pünktlich an der historischen Anna-Amalia-Bibliothek sein, um das Restkontingent an Eintrittskarten für den Rokoko-Saal an diesem Sonntag abzufragen. Einige Tickets sind immer noch verfügbar. Diese sind an bestimmte Zeiten gebunden – hier sollte man flexibel sein. Beispiel: 12 Uhr. (kurzfristiges Parken seitlich auf dem Platz der Demokratie). ALTERNATIVE: Tickets vorbestellen!
12. Mit den ergatterten Tickets (Glückwunsch!) wieder zum Parkhaus Atrium fahren. Parken – zu Fuß den Westausgang nehmen.
13. Zum Bauhausmuseum (schräg gegenüber, 5 min). Ältere Besucher werden dort Einrichtungsgegenstände aus Ihrem Heim wiedererkennen. Lassen Sie sich durch diese alltagsbasierte Designwelt treiben. Eventuell mit einem Kaffee im Café Kunstpause. Erkundigen Sie sich, warum das Bauhausmuseum neben den ehemaligen Hitler-Monumentalbauten wie ein „Bunker“ aussieht. Von dort Fußweg zur historischen Anna-Amalia-Bibliothek (20 min). Diese Phase mit der Besichtigungszeit des Rokoko-Saals abstimmen.
14. Zur vorgegebenen Zeit, z.B. 12 Uhr: Das einzige „Muss“ meiner Empfehlung – der Rokoko-Saal der Anna-Amalia-Bibliothek. Bitte lassen Sie die Stimmung in diesem Raum auf sich wirken. Beeindruckend! Eventuell die Ausstellung zur Restauration der verbrannten Bücher (Bibliotheksbrand 2004) besuchen. (ca. 1 Std.)
15. Mittagspause im Café/Bistro Resi (Café Residenz), dem ältesten Café in Weimar, bietet für jeden Geschmack das Richtige (Grüner Markt 4, Fußweg dorthin 5 min).
16. Besuch des Historischen Friedhofs mit Fürstengruft (Grabstätten von Goethe und Schiller, Großherzog Carl Friedrich Seite an Seite mit seiner Ehefrau Maria Pawlowna, Russische Kapelle), Fußweg dorthin über Ackerwand und Amalienstraße ca. 15 min. ALTERNATIVE: Spaziergang durch den Park an der Ilm – Goethes Lieblingspark.
17. Rückweg zum Parkhaus Atrium. Auf Wunsch Zwischenstopp im Café Lieblingsgarten im Hinterhof des Kirms-Krackow-Hauses (Jakobstr. 10) – schöner Garten – zum Genießen!
Danach Durchatmen und Rückfahrt zum Heimatort.
Nachtrag: Einmal im Leben sollte jede/r Deutsche die Gedenkstätte eines ehemaligen Konzentrationslagers besucht haben. Dieses Erlebnis setzt unser Leben gerade, macht klar, was wirklich wichtig ist. Bei einem längeren oder einem zweiten Besuch Weimars bietet sich diese Gelegenheit ganz in der Nähe: Gedenkstätte KZ Buchenwald (Fahrzeit ca. 30 min).
Information:
Diese Empfehlungen sind ein kostenloser Service von mir, dem in Weimar geborenen Autor
Bernd Köstering. Natürlich sind dies nur persönliche Tipps und Präferenzen, es gibt noch viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Diese finden Sie unter www.weimar.de. Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge bitte an: bernd.koestering@literaturkrimi.de.
B. Anreise mit der Bahn
Samstag
1.Ankunft am Weimarer Bahnhof (ca. 10 Uhr). Mit Taxi oder Bus oder den eigenen Fahrrädern ins Hotel Erbenhof (Frauenplan/Brauhausgasse), Gepäck abstellen.
2. Wir gehen sofort in die Vollen: Besuch des Goethe-Wohnhauses – dies ist kein Museum, man hat den Eindruck, der Hausherr sei nur einmal kurz in die Stadt gegangen, käme jeden Moment zurück – (ca. 2 Stunden). Schräg gegenüber des Hotels, Fußweg: 1 min. Bitte beachten: Das Goethehaus soll demnächst grundsaniert werden, bitte erkundigen Sie sich nach den Öffnungszeiten. ALTERNATIVE: Goethemuseum direkt nebenan.
3. Danach Rast auf den schattigen Bänken auf dem Frauenplan. Fußweg zum Markt (5 min), dort Mittagessen: Thüringer Rostbratwurst.
4. Weiter geradeaus in die Marktstraße, Abstecher zur Eckermann´schen Buchhandlung im historischen Lösch-Haus – tolles Fachwerk! (ca. 8 Minuten), Einkauf – falls nicht schon vorhanden: „Die Witwen von Weimar“ und/oder „Die Heldinnen von Weimar“.
5. Nun Ausleihe von Fahrrädern (Grüne Liga/BikeyBike/Tourist Information), falls nicht mit den
eigenen Rädern unterwegs.
6. Radtour nach Tiefurt (Ilmradweg Richtung Nordosten, Fahrzeit ca. 45 min),
Spaziergang durch den Schlosspark, Schlossbesichtigung (ca. 1 Std., zentraler Handlungsort
der „Witwen von Weimar“), Pause mit Kaffee und Kuchen im Café & Restaurant „Am
Schloßpark“. ALTERNATIVE: Weiter auf dem Ilmradweg Richtung Osten bis zum Mühlencafé der Familie Clauder (nur März bis Oktober).
7. Rückfahrt nach Weimar, Fahrräder am Hotel abstellen. Je nach Verfassung (wetter- und
konditionsabhängig) Einkaufsbummel in der Schillerstraße bis zum Theaterplatz – Fotomotiv: Goethe- und Schillerdenkmal.
8. Zurück zum Frauenplan, Abendessen im Gasthaus „Zum Weißen Schwan“ neben dem Goethehaus (hier speiste schon der Geheimrat, traditionelle Thüringer Küche). ALTERNATIVE: Ristorante „Versilia“ mit Vinoteca, einige Häuser links neben dem Weißen Schwan.
Sonntag
9. Frühstück im Restaurant Erbenhof, direkt neben dem Hotel, je nach Witterung auch im Hof des gemeinsamen Gebäudes, von dort mit den Fahrrädern zum Platz der Demokratie.
10. Spezialtipp: Um 9:30 Uhr pünktlich an der historischen Anna-Amalia-Bibliothek sein, um das
Restkontingent an Eintrittskarten für den Rokoko-Saal an diesem Sonntag abzufragen. Einige Tickets sind immer noch verfügbar. Diese sind an bestimmte Zeiten gebunden – hier sollte man flexibel sein.
Beispiel: 12 Uhr. ALTERATIVE: Tickets vorbestellen!
11. Mit den ergatterten Tickets (Glückwunsch!) Fahrradtour nach Belvedere über den
Ilmradweg (Richtung Süden, Fahrzeit ca. 30 min) Bitte beachten: Im Ilmpark außerhalb des Ilmradwegs sind nicht alle Wege für Fahrradfahrern freigegeben. Alternativ über die Belvederer Allee. Schönes Schloss mit Orangerie, ehem. Sommersitz der herzoglichen Familie.
12. Zur vorgegebenen Zeit, z.B. 12 Uhr: Das einzige „Muss“ meiner Empfehlung – der Rokoko-
Saal der Anna-Amalia-Bibliothek. Bitte lassen Sie die Stimmung in diesem Raum auf sich wirken. Beeindruckend! Eventuell die Ausstellung zur Restauration der verbrannten Bücher (Bibliotheksbrand 2004) besuchen (ca. 1 Std.).
13. Mittagspause im Cielo (Bisto/Restaurant/Café, Obere Schlossgasse), mediterran orientiert, bietet alles für den kleinen und großen Appetit (Radweg dorthin 3 min).
14. Über die Kegelbrücke (dahinter rechts ab) Fahrt zur Straße Am Horn. Besichtigung „Haus am Horn“ (Nr. 61), Versuchshaus von Bauhaus-Meister Georg Muche. Ein Anschauungsobjekt für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen: kostengünstig, modular, nutzungsorientiert und – aus Sicht des Jahres 1923 – geprägt von moderner Technologie (Rad-Fahrzeit 15 min mit Anstieg, nur im Sommer verfügbar).
15. Rückfahrt zum Herderplatz. Besichtigung der Herderkirche mit dem Cranach-Altar. Kleine
Ruhepause auf der Kirchenbank (so wie Wilhelm im Roman „Die Witwen von Weimar“).
ALTERNATIVE: : Besichtigung der Jakobskirche – wichtiger Handlungsort im Roman „Die Witwen von Weimar“ – mit Grabstätte der Christiane von Goethe. Kleine Ruhepause im Jakobskirchhof.
16. Besuch des Café Lieblingsgarten im Hinterhof des Kirms-Krackow-Hauses (Jakobstr. 10) – schöner Garten – zum Genießen!
17. Danach Durchatmen, ggf. Rückgabe der Fahrräder und Rückkehr zum Bahnhof.
Nachtrag: Einmal im Leben sollte jede/r Deutsche die Gedenkstätte eines ehemaligen
Konzentrationslagers besucht haben. Dieses Erlebnis setzt unser Leben gerade, macht klar,
was wirklich wichtig ist. Bei einem längeren oder einem zweiten Besuch Weimars bietet sich
diese Gelegenheit ganz in der Nähe: Gedenkstätte KZ Buchenwald.
Information:
Diese Empfehlungen sind ein kostenloser Service von mir, dem in Weimar geborenen Autor
Bernd Köstering. Natürlich sind dies nur persönliche Tipps und Präferenzen, es gibt noch viel mehr Einkaufsmöglichkeiten, Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten. Diese finden Sie unter www.weimar.de. Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge bitte an: bernd.koestering@literaturkrimi.de.
