NEU: Falkentod
der letzte Teil der Falkeserie
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Fall 6: Falkentod

"Falkentod" - Kösterings neuer Literaturkrimi, erschienen bei Gmeiner im April 2018 als eBook 

Düstere Wahrheit 
„Ist Karin F. aus Offenbach eine Mörderin?“ Diese Schlagzeile versetzt Franziska Falke kurz vor dem Abitur in Aufruhr.  Ist damit ihre vermisste Mutter gemeint? Von einem Unbekannten erhält Franziska das Buch "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Heinrich Böll. Ist dort ein versteckter Hinweis auf ihre Mutter enthalten? Die Suche nach der Wahrheit führt sie über Berlin nach New York. Dort trifft sie ihren Schwarm Alex. Kann er helfen, ihre Mutter zu finden?

»Seine Literaturkrimis haben eine Marktlücke gefüllt!«
MARKUS TERHARN, Offenbach Post


Bernd Köstering
Falkentod
Ein Literaturkrimi
224 S.
April 2018
Exklusiv als E-Book erhältlich
ePub Download 7,99€
ISBN 978-3-7349-9460-9

Gmeiner-Verlag, Meßkirch www.gmeiner-verlag.de
Lektorat: Katja Ernst
Herstellung: Mirjam Hecht
 

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Leseprobe:

Gianni sah auf die Uhr. In knapp einer Stunde begann die Versammlung. Er würde etwa eine Viertelstunde bis nach Heusenstamm benötigen. Eigentlich nicht sein Berichtsgebiet, aber die Kollegen würden ihm den Artikel aus den Händen reißen, das war sicher. Er holte seine Kamera aus der Schreibtischschublade und schnappte sich seine Jacke. Uwe Sauter würde dort sein. Und Gianni würde ihn erkennen, selbst nach so langer Zeit, denn es war unmöglich, ihn nicht zu erkennen.
Die Deutschbürger trafen sich in einer typisch deutschen Kneipe. Das passte ja gut zusammen, dachte Gianni. »Zum Adi« stand auf dem Schild über dem Eingang. Auf den Gedanken, dass »Adi« eine Anspielung auf Adolf Hitler sein könnte, kam er nicht. Auch die Hausnummer 88 kam ihm zunächst nicht merkwürdig vor. Er fotografierte das gesamte Haus, einige Fahrzeuge, die davor parkten, außerdem zahlreiche Motorräder, einige blau, die meisten schwarz.
Dann betrat er die Kneipe. Voll bis zum Stehkragen, sowohl der Saal als auch die meisten Anwesenden. Keiner saß, alle standen. Ein wallendes Gemurmel erfüllte den Raum, auf und ab, hin und her, fast wie ein Arbeitslied von Sklaven. Doch die Männer im Saal waren keine Sklaven, sondern freie Bürger eines Staates, dessen Freiheit sie nicht zu schätzen wussten. Einer von ihnen bestieg die Bühne und begann zu reden. Eigentlich war es keine Rede, sondern ein Abschießen von verbalen Pfeilen, die gefährlich waren, die verletzten, die innere Wunden zufügten, ohne dass die Opfer es merkten. Über allem hingen Schwaden von Zigarettenrauch und Alkoholdunst, der Gianni in der Nase brannte. Er war geschockt, auch ein wenig fasziniert, musste diese Stimmung festhalten, hob die Kamera und wollte gerade abdrücken, als ihn ein Schlag in die Nierengegend traf.
 

Interview im Mordsbuch-Blog HIER