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Sa 14.10.2017 Aliceplatz
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Geheimnisvoll: Krimirätsel

Polizistenherz: Günther Düker ist ein Polizist, der einem schnell ans Herz wächst. In 21 Fällen ermittelt er als stellvertretender Leiter des 2. Polizeireviers Offenbach am Main. In weiteren neun Rätsel-Krimis sucht er als Pensionär auf eigene Faust nach den Tätern und ihren Motiven. Ohne seine Frau Helga wäre er allerdings bei manchem Fall mit seinem Latein am Ende. Und sie erfreut sich an ihrem Günther und seinem Polizistenherz. Begleiten Sie die beiden auf ihrer Verbrecherjagd. Die Leser der Offenbach Post kennen einige der Rätselkrimis bereits. Das Buch eignet sich auch als Geschenk, wenden Sie sich für eine Signatur gerne an den Autor oder den Verlag.

Welche Spürnase findet die Lösung? Düker überwintert!
Von 2012 bis 2015 erschien jeweils am ersten Samstag im Monat ein Krimirätsel von Bernd Köstering in der Offenbach Post  - Lokalzeitung für Stadt und Kreis Offenbach. Jetzt machen der ehemalige Polizeihauptkommissar Günther Düker und sein Erfinder Bernd Köstering eine Pause. Düker überwintert auf Mallorca und Bernd Köstering präsentiert sein Buch "Düker ermittelt in Offenbach" (siehe oben), in dem nahezu alle bisherigen Düker-Fälle zusammengefasst sind.

Motto: Global denken - lokal handeln! Ereignisse aus dem Bereich Offenbach inspirieren die Leser zum Nachdenken und Rätseln. Unter den Einsendern mit korrekter Lösung werden schöne Gewinne ausgelost. Unter anderem: Handsignierte Bücher der Falke-Serie!

Kontakt zur Offenbach Post: >HIER<

 

 

Und hier zwei Beispiele:

Fundsache
Krimirätsel OP August 2012

Polizeihauptkommissar Günther Düker vom zweiten Polizeirevier Offenbach schüttelte ungläubig den Kopf. „Wie kann man nur 10.000.-€ auf dem Wochenmarkt verlieren?“ murmelte er vor sich hin.
Sein Kollege Thomas Hirzenhain nickte zustimmend. „Verstehe ich auch nicht. Wir haben schon überall in der Nähe herumgefragt, keine Spur. So etwas habe ich in meiner gesamten Dienstzeit noch nicht erlebt!“
Düker lachte auf. „In deiner ganzen einjährigen Dienstzeit, was für ein Wunder. Aber auch ich mit meinen beinahe 28 Dienstjahren habe das noch nicht erlebt.“
„Na ja, Günni, du bist ja auch ein Fossil, also, Entschuldigung, ein fossiles Element der Offenbacher Polizei.“
„Hör bloß auf, das wird ja immer schlimmer.“
Im selben Moment hörten beide laute Stimmen im Revier, vorne am Eingang von der Berliner Straße. Tumultartig schien es da zuzugehen.
„Das ist mein Geld, geben Sie´s mir wieder, sofort, ich bestehe darauf!“
„Nein, wir können doch nicht einfach … ohne Nachweis …“
Günther Düker öffnete die Bürotür: „Was ist denn hier los?“
Einer älteren Frau kam direkt auf ihn zu. „Das ist mein Geld, geben Sie´s mir wieder, sofort, ich bestehe darauf … das ist für unsere Kreuzfahrt, die haben wir uns so sehr gewünscht, und jetzt …“
„Moment bitte, liebe Frau, beruhigen Sie sich!“
„Ich soll mich beruhigen? Ihre Leute geben mir ja …“
„Stopp!“, rief Düker. „Sie sind jetzt bitte mal still! Zuerst trinken Sie ein Glas Wasser und dann kommen Sie in mein Büro, aber leise, verstanden? Da bekommt man ja einen Tinnitus.“
Er gab seinem jungen Kollegen einen Wink. „Du lässt das Geldpäckchen erst einmal verschwinden und ich befrage sie.“ Hirzenhain nickte und steckte sich die in Zeitungspapier eingewickelten Scheine unter seine Uniformjacke.
„Nehmen Sie Platz, Frau …“
„Mollenhauer.“
„Gut, Frau Mollenhauer, wie viel Geld haben Sie denn verloren?“ fragte der Polizeihauptkommissar.
„Na 10.000.-€, Herr Wachtmeister!“
Hirzenhain prustete laut los.
„Da gibt es gar nichts zu lachen, junger Mann!“ sagte Frau Mollenhauer streng. „Wenn Sie 74 Jahre hinter sich hätten, davon 45 Jahre in der Fabrik und jetzt schlecht zu Fuß, da würden Sie sich auch auf eine Kreuzfahrt freuen.“
„Ja sicher, Frau Mollenhauer“, sagte Thomas Hirzenhain mit leicht gerötetem Gesicht, „aber warum tragen Sie denn so viel Bargeld mit sich herum, statt es zu überweisen?“
„Sie stellen vielleicht komische Fragen, das war in der Spardose, über viele Jahre gesammelt!“
Düker kannte die Eigenheiten älterer Menschen in Bezug auf ihre Ersparnisse sehr gut. „Und wo haben Sie das Geld verloren?“
„Auf dem Wochenmarkt, mitten im Gewühl, ich dachte zuerst, jemand hätte es mir gestohlen, aber ich habe es wohl verloren und nun ist es wieder da, ich bin ja so froh!“
„Wie hatten Sie das Geld denn verpackt?“
„Ach, das weiß ich nicht mehr so genau, ist ja auch schon über eine Woche her, mein Gedächtnis …“
„War es eingewickelt?“ fragte Thomas Hirzenhain. Günther Düker warf ihm einen ärgerlichen Blick zu.
„Ja, ja, eingewickelt“, sagte die Frau, „ich glaube in … Papier?“
Hirzenhain holte das Päckchen aus seiner Jacke. „In Zeitungspapier?“
„Ja, genau, das ist das Päckchen, mein Geld, mein Geld!“ Sie stand auf.
„Halt!“ rief der Polizeihauptkommissar. „So einfach geht das nicht. Thomas, du gehst jetzt raus und äh … holst uns einen Kaffee, und Frau Mollenhauer, Sie setzen sich bitte  wieder hin!“
Er nahm dem verdutzten Kollegen das Geldpäckchen aus der Hand und verstaute es fein säuberlich in seiner Schreibtischschublade. Frau Mollenhauer sah den Scheinen sehnsuchtsvoll hinterher. Als Thomas Hirzenhain die Tür geschlossen hatte, begann Günther Düker erneut: „Frau Mollenhauer, Sie haben gerade ausgesagt, dass es über eine Woche her ist, seit Sie das Geld verloren haben. Also: Wann genau war das?“
„Ach Herr Wachtmeister!“
„Meine Güte, ich bin kein Wachtmeister“, schrie Düker, „ich bin Polizeihauptkommissar. Sagen Sie BITTE einfach Herr Düker zu mir!“
Die Frau sah ihn erstaunt an. „Du liebe Zeit, dass Ihnen das so an die Nieren geht hätte ich nicht gedacht, Herr Düker.“
„Entschuldigung, also wann war das?“
„Na ja, mein Gedächtnis, Sie wissen schon, heute ist … was ist heute?“
„Montag. Frau Mollenhauer bitte nehmen Sie sich zusammen, Sie sind schließlich noch keine alte Frau, oder?“
„Na hören Sie mal, natürlich nicht. Ach ja, jetzt weiß ich es wieder. Ich gehe eigentlich jeden Freitag auf den Markt, aber gestern war Weißer Sonntag, da haben wir die Kommunion meiner Enkelin gefeiert, ein großes Fest, sehr schön, mit über 50 Gästen und …  na ja, wegen der ganzen Vorbereitungen kam ich nicht dazu, auf den Markt zu gehen, also war es am Freitag zuvor.“
„Gut, und wo genau waren Sie, bei welchen Ständen, was haben Sie eingekauft?“
„Bei dem großen Gemüsestand vorne am Markthäuschen. Es gab schon Erdbeeren, die isst mein Mann so gerne, zwei Schalen habe ich gekauft, kamen aus Chile. Salat auch noch … und Äpfel.“
„Wie viele Äpfel?“
„5 Stück, Goldparmäne, die sind schön süß.“
Die Tür ging auf und Thomas Hirzenhain erschien mit drei Kaffeebechern. „So, Frau Mollenhauer, hier ist ihr Kaffee!“
„Oh, vielen Dank, junger Mann, das tut gut. Und nach dem Kaffee gehe ich dann nach Hause.“  Sie lächelte. „Mit meinem Geld.“
„Nein“, sagte Günther Düker und erhob sich, „Sie gehen nicht nach Hause, und schon gar nicht mit dem Geld, denn Sie sind eine Betrügerin!“
„Aber Herr Wachtmeister!“

FRAGE: Woher wusste Günther Düker, dass Frau Mollenhauer lügt?

Haben Sie es erraten? Dann können Sie hier Ihr Ergebnis überprüfen.

Zweites Beispiel: Der Dietzenbacher Karnevalsscherz
Krimirätsel in der Offenbach Post Februar 2013 HIER

Dichtung und Wahrheit
Ein Krimirätsel in der Anthologie "Grenzenlos ermitteln", erschienen im Gmeiner-Verlag Juli 2013. Bestellen: HIER       
HINWEIS für alle Freunde der Goethe-Krimis um Hendrik Wilmut: In dieser Krimirätsel-Kurzgeschichte können Sie Hanna und Hendrik noch einmal erleben!