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Von Bänken und Banken in Frankfurt am Main

H o c h h a u s r om a n t i k Wo sieht Frankfurt wie Nizza aus? Wo wie Florenz? Wo steht das Denkmal für die Grüne Soße? Und wo lassen sich Goethes zwei linke Füße bewundern? Bernd Köstering und Ralf Thee zeigen es den Lesern an ihren Lieblingsplätzen. Und nicht nur das – von 11 Bänken aus bekommt der Leser Einblicke in Frankfurter Geheimnisse, beispielsweise das der Ariadne auf dem Panther oder das der Rosemarie Nitribitt. Typisch Frankfurt – Bankgeheimnisse eben.



Bernd Köstering, Ralf Thee
Von Bänken und Banken
in Frankfurt am Main
66 Lieblingsplätze und
11 Bankgeheimnisse

192 S. / 14 x 21 cm / Paperback
März 2013
ISBN 978-3-8392-1362-9
Ladenpreis: 14,99 €

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» W u s s t e n S i e , dass hier auf dem Stadtgebiet Wein angebaut wird? Na, dann wird es Zeit für einen kleinen Exkurs. Besuchen Sie mit uns unter dem Motto ›Natur und Grün‹ den Goetheturm und die wunderbare Hängebuche im Grüneburgpark. Genießen Sie im Kapitel ›Fluss und See‹ das Nizza am Main, das Florentinische Viertel und das Rudererdorf Oberrad. ›Gestern und Heute‹ heißt der Abschnitt, der Ihnen Goethehaus, Städelmuseum und Dom näherbringt. Wenn Sie dann noch das Geheimnis des 10.000 Jahre alten Hunds aufgespürt haben, sind Sie der Frankfurter Seele ein ganzes Stück näher gekommen.«
Bernd Köstering und Ralf Thee

 

 

L e s e p r o b e:

Dunkel, rauchig und Musik vom Feinsten - Orange Peel
Das Programm des Orange Peel ist vielfältig: Jazz, Blues, Rock’n’Roll, Funk, Latin-Soul, Salsa Partys, Lesungen und schräges Theater. Ich finde den Club erst nach einigem Suchen. Neben dem Cocos Asian Food öffnet sich das große Portal der Kaiserstraße 39 in einen dunklen Hinterhof. Hier hineinzugehen ist nicht jedermanns Sache. Ich frage mich sofort, wo ich hier gelandet bin, in einer alten stillgelegten Fabrik oder in einem Verbindungsgang zur Weserstraße, sprich: zum Rotlichtbereich. Aber weder das eine noch das andere ist der Fall. Über ein anarchisch anmutendes Treppenhaus gelange ich in die erste Etage, durch eine dicke Stahltür ins Orange Peel. Die Räume versprühen den Charme einer postindustriellen Subkultur, sind sehr sparsam beleuchtet und bieten Sitzplätze, die jeglichen orthopädischen Erkenntnissen trotzen. Aus dem rückwärtigen, nicht abgetrennten Raucherbereich wabern Qualmwolken zu mir herüber. Trotz angesagtem Konzertbeginn befindet sich um 20 Uhr noch kein einziger Musiker auf der Bühne, nein, natürlich beginnen die erst um 21 Uhr, das ist ja wohl klar. Auch gibt es noch keine Getränke. Als diese dann in Form eines perfekten Pils endlich anrollen wird meine Laune deutlich besser. Spätestens mit dem ersten Ton, pünktlich (?) um 21 Uhr sind alle meine Vorsätze, das Orange Peel auf keinen Fall in dieses Buch aufzunehmen, komplett vergessen. Sieben Mann zelebrieren den Blues, so wie jeden Dienstag, mitreißend wie ich es selten erlebt habe. Zwei erstklassige Gitarristen, ein ebensolcher Saxofonist, ein Bassist und zwei Percussionisten bilden eine coole Mischung. Tommie Harries & Friends nennen Sie sich – der Boss sitzt am Schlagzeug, spielt treibend wie eine Dampflock im mittleren Westen, dabei lässig im Mississippi-Slang singend – ein Highlight der Frankfurter Musikszene. Jeden Dienstagabend Blues Jam Session bei freiem Eintritt. Jeden Sonntag Salsa Party.  Ansonsten unbedingt auf der Website informieren.